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de:talks:luebeck2013:vorlesung

Grenzübergreifende Bewirtschaftung von Flusseinzugsgebieten am Beispiel des Euphrat

Dr. C. Külls

Einführung

Die FAO bietet eine Einführung in die Verfügbarkeit von Wasserressourcen im Flussgebiet von Euphrat Tigris ( Aquastat).

Der Euphrat entspringt in der Türkei, die 28 % der Einzugsgebietsfläche umfasst, aus den Zuflüssen Murat und Kurasu. Bei Karkamis flußabwärts von Birecik fließt der Euphrat nach Syrien, welches 17 % der Fläche des Einzugsgebietes ausmacht. 40 % der Fläche liegt im Irak und 15 % in Saudi-Arabien, Jordanien trägt nur eine Fläche von 0.03 % bei. Der Fluss hat eine Länge von ca. 3,000 km. Die abflussproduzierenden Flächen teilen sich zu 62 % und 38 % zwischen der Türkei und Syrien auf, die produzierte Menge Abfluss zu ca. 89 % in der Türkei und 11 % in Syrien. Die Flußlänge beträgt 1,230 km (Türkei), 710 km (Saudi-Arabien, ephemer), 1,060 km Irak (intermittierend). Der untere Teil des Euphrat, die Auen und die daran gekoppelten flachen Grundwasserleiter als Grundlage für die landwirtschaftliche Produktion Unterlauf des Euphrat im Irak hängen damit entscheidend von Abfluss ab, der in der Türkei und Syrien produziert wird.

Der Abfluss des Euphrat beträgt 28.1 km³ pro Jahr an der Grenze der Türkei nach Syrien (26.9 km³ im Hauptfluss) und 30.0 km³ an der Grenze von Syrien nach Irak. Der Tigris liefert 21.3 km² von der Türkei nach Irak und 1.25 von der Türkei nach Syrien, Irak bekommt 10 km³ aus dem Iran.

Die Grundwasserneubildung im Irak aus den Fluten des Euphrat und Tigris beträgt ca. 620 Mio. m³, die Qualität des flachen Grundwassers ist häufig gering. Der Unterlauf des Euphrat weist eine deutliche Versalzung auf.

de/talks/luebeck2013/vorlesung.txt · Zuletzt geändert: 2016/07/09 21:06 (Externe Bearbeitung)